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Demenz – Risiken senken, besser leben

  • Jürgen Topp, Vorstand der Turnerschaft St. Tönis 1861 e. V., mit Prof. Dr. Ralf Ihl, Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie des Krankenhauses Maria-Hilf Krefeld
25.09.17, Tönisvorst

Professor Ralf Ihl, renommierter Experte sprach bei der Turnerschaft vor circa 80 Besuchern  

 

Angesichts des hochaktuellen Themas Demenz wurde wohlweislich die Turnhalle geöffnet. Doch damit konnten die Vereinsoffiziellen nicht rechnen. Circa 80 Gäste fanden am 23.9. den Weg zur Turnerschaft St. Tönis 1861 e. V., um sich aus erster Hand über Demenzerkrankungen und deren Risikofaktoren zu informieren. An diesem Samstag waren glücklicherweise zahlreiche helfende Vereinshände parat, noch zusätzliche Sitzgelegenheiten für die zumeist älteren Gäste zu platzieren.

Die Veranstaltung wurde von der Alexianer Tönisvorst GmbH gemeinsam mit der Turnerschaft organisiert. Der Referent des Tages, Professor Dr. Ralf Ihl ist nicht nur Chefarzt der Klinik für Gerontopsychíatrie der Alexianer Krefeld GmbH und Leiter des bundesweit aktiven Alexianer Demenz-Forschungszentrums mit Sitz in Krefeld. Für sein schon lange Jahre erfolgreiches Engagement zur Schaffung von quartiersnahen Hilfsstrukturen für Demenzkranke und Angehörige erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Auch in den Alexianer-Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen in Tönisvorst ist der Experte präsent, um wohnortnah Hilfen zu bieten.

Viele der Vortrags-Teilnehmer sind selbst betroffen, zumeist als Angehörige, das wurde besonders in der Diskussionsrunde im Anschluss an den sehr unterhaltsamen Vortrag deutlich. So wurde das Thema „Vitamin-B12-Mangel“ als ein den Untergang von Nervenzellen und damit Demenz fördernder Faktor gerne von Teilnehmern aufgegriffen. Der Vortrag im Sportverein war gut gewählt. Professor Ihl verdeutlichte, dass körperliche Aktivität auch noch in hohem Alter ein wesentlicher Faktor der Demenzprävention sei; da helfe auch schon der regelmäßige Spaziergang. Auf die Frage nach der Vererbbarkeit konnte der Experte beruhigen. Genetisch bedingte Demenz beginne meist schon in den 40er-Jahren. Bei der häufigsten Form, der Alzheimer-Demenz, sei die sogenannte familiäre Erkrankung mit weniger als zwei Prozent selten. Dass eine Demenz exakt diagnostiziert werden muss, erklärte Professor Ihl anhand der vasculären Demenz. Hier seien Durchblutungsstörungen verantwortlich, die dann eine andere Therapie erfordern.

Abschließend wies Professor Ihl darauf hin, dass bei Bedarf einer Gedächtnissprechstunde auch über das Krankenhaus Maria-Hilf Tönisvorst der Kontakt zum Gerontopsychiatrischen Zentrum in Krefeld geknüpft werden kann.

 

Kontakt zum Thema:

Professor Dr. Ralf Ihl - Sekretariat Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailNadine Hoffheinz, Tel. 02151-3347904

Pressekontakt:

Alexianer Krefeld GmbH
Frank Jezierski
Pressereferent
Telefon: 02151-3343060 (mo. 3341876)
Fax: 02151-555102
E-Mail: frank.jezierski@alexianer.de

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