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Förderverein finanziert Kapselendoskopie für das Tönisvorster Krankenhaus

  • Chefarzt zeigt Vorstandsmitgliedern des Fördervereins die kleine Endoskopie-Kapsel mit dem Aufzeichnungsgerät. V. l. n. r.: Gerd Rütten, Armin Ogilvie, Prof. Dr. Tobias Zekorn und Maik Giesen.
21.09.17, Tönisvorst

In den letzten Jahren hielten immer raffiniertere technische Hilfsmittel Einzug in die Medizinischen Kliniken. Jetzt erhielt die Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie des Krankenhauses Maria-Hilf Tönisvorst unter der chefärztlichen Leitung von Professor Dr. Tobias Zekorn die Ausstattung für die sogenannte „Kapselendoskopie“. Ermöglicht wurde die Innovation durch den „Verein zur Förderung der öffentlichen Gesundheits- und Altenpflege e.V. Tönisvorst“.

Die technische Ausstattung wurde in einer Höhe von 12.000,00 Euro vom Förderverein finanziert. Professor Dr. Zekorn zeigt sich begeistert: „Kurz nachdem ich die Verantwortung für die Klinik für Innere Medizin in Tönisvorst übernommen hatte, wurden vom neuen Träger für den Schwerpunkt Gastroenterologie eine top endoskopische Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Die Perspektive war von Anfang an, die Klinik insgesamt auf hohes medizinisches Niveau zu bringen und weiterzuentwickeln. Da freut es mich besonders, dass unser Tönisvorster Förderverein jetzt gezielt die Anschaffung der Video-Kapselendoskopie mit dem dazugehörigen Instrumentarium ermöglichte.“

Was ist „Kapselendoskopie“?

Die herkömmliche Endoskopie von Magen und Darm – Gastroskopie und Koloskopie -, bei der Verdauungskanal und Magen ausschließlich mittels kamerabestückten Schläuchen untersucht werden, ist das Mittel der Wahl, um Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes abzuklären. Erkrankungen des Dünndarmes waren hingegen lange Jahre nicht direkt sichtbar. Heute kann man zwar mit einem sehr aufwendigen Verfahren auch den Dünndarm mit einem langen Schlauchgerät spiegeln, einfacher ist es jedoch mit der Dünndarm-Videokapsel-Endoskopie.

Die Kapselendoskopie mutet wie Science Fiction an, ist aber seit gut zehn Jahren in vielen deutschen Kliniken mit gastroenterologischem Schwerpunkt Realität. Bei diesem Verfahren schluckt der Patient eine 26 x 11 mm große Kapsel, die dann durch den gesamten Verdauungstrakt wandert. Diese Kapsel – bestückt mit einer winzigen Kamera, einem Sender, einer Lichtquelle und Akkus – erkundet den mittleren Darm, ein wenig wie ein unbemanntes U-Boot in unbekannten Gewässern. Bei dieser „Durchfahrt“ während des Verdauungsvorgangs werden die aufgenommenen Bilder kontinuierlich an ein Gerät gesendet, das der Patient am Gürtel mit sich trägt. Die so ermittelten Daten kann der Arzt dann mittels Computer als Video-Film oder Einzelbilder auslesen und die Diagnose stellen. Die Kapsel verlässt den Körper wieder auf natürlichem Wege über den Darm. Sie wird nicht wiederverwendet.

Der große diagnostische Zugewinn besteht in der Klärung von Erkrankungen in bestimmten Abschnitten des Dünndarms, die ansonsten nicht erkennbar wären. Unklare Blutungen aus kleinen Blutschwämmchen oder Entzündungen können dann in Dünndarmabschnitten ursächlich in Bereichen geklärt werden, die mit dem üblichen Schlauch-Endoskop nicht einsehbar sind.

Mit der Kapselendoskopie können allerdings nur Patienten untersucht werden, bei denen keine Engstellen im Darm, sogenannte Stenosen, zu erwarten sind, weil dort die Video-Kapsel „stecken bleiben“ könnte. Außerdem ist es mit der Kapsel nicht möglich, in einem Arbeitsgang endoskopisch Eingriffe vorzunehmen, wie zum Beispiel die Abtragung von Darmpolypen.

Professor Dr. Zekorn bemerkt zur Indikationsstellung, dass die Videokapseluntersuchung eine nicht kostengünstige Untersuchung ist: „Jede einzelne Kapsel kostet etwa 600 Euro, hinzu kommen dann noch die Kosten für die Auswertung in Höhe von etwa 200€.  Da gebietet es die Vernunft, diese moderne Technologie gezielt einzusetzen. Wenn die Indikation aber gegeben ist, kann die kleine Kapsel ein wahrer Segen sein.“ 

Verein zur Förderung der öffentlichen Gesundheits- und Altenpflege e. V. Tönisvorst

Der Förderverein sieht seine Aufgabe darin, dass mit Hilfe der finanziellen Unterstützung durch die Tönisvorster Bürgerinnen und Bürger der gute Standard der medizinischen und pflegerischen Leistungen der Gesundheits- und Altenpflege sowie des Notfallrettungsdienstes in Tönisvorst erhalten bleibt. Um dieses Ziel zu erreichen, bittet der Verein um Spenden.

Spendenkonten 

Sparkasse Krefeld – IBAN: DE35 3205 0000 0083 5839 30 / BIC: SPKRDE33

Volksbank Krefeld – IBAN: DE69 3206 0362 2397 9990 10 / BIC: GENODED1HTK (Krefeld)

Spendenbescheinigungen werden zugesandt, wenn hierzu die Anschrift vorliegt. Über eine Mitgliedschaft würde sich der Vorstand des Fördervereins sehr freuen.

Weitere Informationen unter www.toenisvorst-gesundheit.de.

 

Kontakt zum Thema:

Professor Dr. Tobias Zekorn - Sekretariat Opens window for sending emailVeronika Jurich, Tel. 02151-991141

Pressekontakt:

Alexianer Krefeld GmbH
Frank Jezierski
Pressereferent
Telefon: 02151-3343060 (mo. 3341876)
Fax: 02151-555102
E-Mail: frank.jezierski@alexianer.de

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